traumatherapie

Traumatherapie

Durch Ressourcenaktivierung mit gestalterischen Mitteln kann sich die/der Traumatisierte aus der Erstarrung befreien, Schutzräume gestalten und Lebenskraft entwickeln. Der künstlerische Ausdruck des Unaussprechlichen bildet nonverbal eine Brücke zur Traumabewältigung.

In der Traumatherapie arbeiten wir in 5 Phasen. Schritt für Schritt geht der/die Klientin zusammen mit der Therapeutin erst dann in die jeweils nächste Phase wenn eine solide Basis im vorherigen Schritt erreicht worden ist.

Diese erfolgt in 5 Phasen mit folgenden Schwerpunkten:

In jeder Phase sind stabilisierende und konfrontierende Elemente enthalten.


Was ist ein Trauma?

Nicht alles Belastende ist ein Trauma. Traumata sind plötzliche, sich wiederholende oder lange anhaltende, existentiell bedrohliche und ausweglose Ereignisse, die einen ohnmächtig und hilflos fühlen lassen.

Unbearbeitet hinterlassen sie oft lebenslange Spuren durch posttraumatische Belastungsstörungen und Stresserkrankungen mit zahlreichen psychischen und körperlichen Symptomen. Dadurch wird die Lebensqualität und –gestaltung stark beeinträchtigt. Im Gehirn haben sich meist Veränderungen vollzogen, die den Spielraum, Alltagsstress zu verarbeiten, stark einschränken. Geringer Stress kann dann zu einer Riesenbelastung werden.

Unfälle, Naturkatastrophen, Kriegserlebnisse, Vertreibungs-Flucht oder Gefangenschaftserlebnisse, Verluste nahestehender Menschen, schwere Erkrankungen, intensivmedizinische Eingriffe, Gewalterfahrungen verschiedenster Art, emotionale, physische und sexuelle Misshandlungen, manchmal auch als Zeuge, traumatisieren die meisten Menschen.


Traumatherapie in Verbindung mit Kunsttherapie und Kreativitätsförderung

In der Traumtherapie geht es um Traumaverarbeitung. Diese erfolgt in 5 Phasen mit folgenden Schwerpunkten:

1. Anamnese
2. Stabilisierung und Ressourcenaktivierung > Förderung der Alltagsfunktionalität
3. Traumakonfrontation kombiniert mit stabilisierender Behandlung
4. Integration des Erlebten
5. Entstehung neuer Perspektiven und Neubeginn

In jeder Phase sind stabilisierende und konfrontierende Elemente enthalten.

zu 1: Hier wird das Anliegen des Klienten besprochen. Zur Anamnese gehört eine Einschätzung der inneren und äußeren Ressourcen, ein Überblick über die traumatische Vorgeschichte und die damit verbundenen traumatischen Ereignisse. Hierbei ist es wichtig, die verschiedenen Arten der Traumata zu unterscheiden (Monotrauma, multiple Traumata, sequentielle Traumatisierungen).
Hinzu kommt eine Erhebung des klinischen Gesamtbildes und den dazugehörigen traumainduzierten Symptomen. Daraus resultiert der Behandlungsplan. Therapieziele werden bestimmt und das Vorgehen gewählt.

zu 2: In der Stabilisierungsphase werden Ressourcen gestärkt. Wesentliche Elemente dabei sind Imaginationen, wobei das bildnerische Gestalten die Wirkung der Imagination verstärken kann. Es entsteht ein für die Außenwelt sichtbares Bild bzw. Objekt. Auch die Kreativitätsförderung findet hier ihren Platz. Durch das Erleben, etwas real zu gestalten und Ursache von Wirkung zu sein, reduziert sich das Gefühl der Hilflosigkeit. Dabei entsteht die Erfahrung, durch aktives Handeln, die Umwelt beeinflussen zu können. Stabilisieren heißt Förderung der Alltagsfunktionalität, aber nicht Förderung von Vermeidungsverhalten. In dieser Phase sind also auch schon konfrontative Elemente enthalten, z.B. um die Beziehungsfähigkeit und Gegenwartsorientierung zu fördern. Mit Ego-State-Therapie werden Ich-Anteile wieder besser in Richtung einer ganzheitlichen Persönlichkeit miteinander verbunden.

zu 3: Die Konfrontation mit dem Trauma geschieht in enger Zusammenarbeit von Therapeutin und dem Patient / der Patientin mit inneren Abstand und individuell angepasster Geschwindigkeit. Die bis dahin erarbeiteten Ressourcen stehen dabei helfend zur Seite. Ein gemaltes Bild kann in diesem Prozess einen Zugang zum traumatischen Ereignis ermöglichen.

zu 4: In der Integrationsphase kommt es zu einer möglichst behutsamen Begegnung mit Gefühlen, wie Trauer, Verzweiflung, Wut, etc. Das künstlerische Gestalten eröffnet dabei Ausdrucksmöglichkeiten, Gefühle sichtbar zu machen. Gefühle von Hoffnung, Freude, Zuversicht etc. können eine Gestalt bekommen und ausgedrückt werden.

zu 5: Der Neubeginn richtet den Blick nach vorne. Wichtig sind Abschied und Neubeginn. Dabei findet eine Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit des Lebens statt. Alte Bilder werden verabschiedet und neue Bilder entwerfen einen Blick in die Zukunft.

Anfrage

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